Tool für Einzel- und Gruppensettings: Gewaltfreie Kommunikation (GFK)

M. Rosenberg hat die Gewaltfreie Kommunikation entwickelt, um Menschen dabei zu helfen, Verantwortung für die eigenen Gefühle und das eigene Handeln zu übernehmen. Rosenberg fasst die Kommunikationsart der GFK in folgendem Satz zusammen: „Wenn a, dann fühle ich mich b, weil mir c wichtig ist. Deshalb möchte ich jetzt gerne d.‘ Die Gewaltfreie Kommunikation trägt dazu bei, dass sich unser natürliches Einfühlungsvermögen wieder entfalten kann und fördert in einem großen Maße das intensive Zuhören, den Respekt und die Empathie.




Eine vergessene Art der Kommunikation

Welche vielleicht naheliegenden Lösungen dürfen auf keinen Fall vorgeschlagen werden?

Die Gewaltfreie Kommunikation hilft dabei, bei sich selbst zu sein und nicht in Du-Botschaften zu sprechen. Es geht also vor allem um die Selbstoffenbarung und zielt darauf, die eigene Perspektive zu vermitteln – und verfolgt dabei das konstruktivistische Verständnis. Dabei kann die Gewaltfreie Kommunikation durchaus direkt(iv) und spezifisch sein – und ist entgegen der Annahme vieler keineswegs 'soft' und verwässert.


Vier Schritte

Angenommen, ein:e Fußballschiedsrichter:in betrachtet Deine Situation, wer in Deinem Umfeld bekäme eine gelbe, wer eine rote Karte und wer hält sich an die Regeln?

Es wird in vier Schritten kommuniziert: Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis und Bitte. Was auf den ersten Blick vielleicht offensichtlich erscheint, ist in der Umsetzung gar nicht so einfach. Eine Beobachtung ohne Bewertung, ein "echtes" Gefühl ohne wie-Umschreibungen und dann auf das eigentliche Bedürfnis kommen? Und die Bitte spezifisch, konkret und umsetzbar formulieren? Hier bedarf es durchaus Übung und Diskussion!


Gewaltfreie Kommunikation
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